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TROON
CLUBS

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Die Troon Clubs, ein Set von 8 Golfschlägern, gefunden Ende des 19. Jahrhundert in einem Haus in Troon, gelten als das älteste Schlägerset.

Sie sind im R&A World Golf Museum in St Andrews ausgestellt. Wer war der Besitzer? Was bedeuten die Stempel auf den Schlägern? Fakt ist, die Schläger sind ein Produkt feinster Handarbeit und Handwerkskunst.

DIE GESCHICHTE
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Die königliche Troon-Sammlung
Die acht Troon Schläger sollten eigentlich Hull Clubs oder Maister Clubs heißen, da sie 1898 im Maister Haus in der Stadt Hull entdeckt wurden. Die Golfschläger wurden an Mr. Adam Wood geschickt, ein Golffreund des damaligen Besitzers und ehemaliger Captain des Royal Troon Golf Club. In 1915 schenkte der Besitzer die Schläger dem Royal Troon Golf Club. Aus diesem Grund werden sie manchmal als
Adam Wood-Schläger und heute allgemein als Troon Schläger bezeichnet.
Das Maister Haus war nach einem verheerenden Brand im Jahr 1743 wieder aufgebaut worden, und die Schläger wurden in einem versiegelten Schrank mit einer Zeitung aus dem Jahr 1741 gefunden. Dies ist das früheste Datum, an
dem die Schläger versteckt werden konnten, obwohl nicht unbedingt, wann sie hergestellt wurden.


Markierungen der Troon-Schläger
Die Schläger sind 44 mal mit einer Rautenform mit fünf Symbolen gekennzeichnet.
Dazu gehören eine Krone oben, eine Distel unten und scheinbar die Buchstaben I (oder J) und C, die durch einen Stern in der Mitte getrennt sind.

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Die King-Charles-Theorie
Basierend auf diesen Markierungen war die allgemeine Meinung, dass die Schläger aus der Zeit der Stuart-Könige (1600 -1715) stammen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Theorie sie könnten das persönliche Eigentum von König Charles I (1624 -1649) gewesen sein.


Die Bonnie-Prince-Charlie-Theorie
Eine andere Theorie ist das die Schläger jakobinisch sind; möglicherweise von einem der Jakobiter, die ab 1745 in großer Zahl in England einfielen!
Nach dieser Theorie stammen die Hölzer wahrscheinlich aus dem Jahr 1745, aber die beiden Eisen könnten älter sein mit neuen Schäften. Dies stimmt mit den Daten des Brandes im Maister House (1743) überein, nach dem sie vermutlich versteckt wurden. Es passt auch zum Datum der Zeitung (1741), die bei den Golfschlägern gefunden wurde, sowie zum Stil anderer früher existierender Golfschläger,
ohne große Lücken in ihrer Geschichte.
Dies wirft die Möglichkeit auf, dass die Schläger das persönliche Eigentum von Bonnie Prince Charlie gewesen sein könnten. Wenn ja, wäre die Annahme, dass das C für Prinz Charlie und das J für seinen Vater James stand. Es ist sogar möglich, dass die Eisen eine frühere königliche Verbindung hatten und zu Ehren seiner Rückeroberung des britischen Throns, sie mit einem neuen Schaft versehen wurden.

DER FEDERGOLFBALL

Ab ca. 1400 spielte man mit Featheries, mit Federn gefüllte Ledersäcke. Um die richtige Stabilität und Flugeigenschaft zu erreichen wurde ein Hutzylinder Federn pro Ball verarbeitet. Der Featherie war eine sehr teurer Ball, jeder Einzelne kostete ungefähr einen kompletten Tageslohn, der Ball war unzuverlässig, ging schnell kaputt und war nahezu unbrauchbar bei schlechtem Wetter. Die Herstellung war immens schwierig und tatsächlich gab es nur einige wenige Experten, die Golfbälle herstellen konnten.

DIE WIEDERBELEBTE HANDWERKSKUNST

Erlaubte Werkzeuge
& Materialien

Rohlinge aus Holz,
Schafshorn, Blei
Holznägel, Säge,
Stechbeitel und
Handbohrer

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Wir wollten wissen, ob es uns gelingt ohne modernes Gerät aus einem Holzklotz einen spielbaren Golfschläger in der Form der Troon Schläger herzustellen. Die Herausforderung – nur mit Materialien und Werkzeugen, die auch im 17. Jahrhundert verfügbar waren. Jeder Arbeitsschritt erfordert außergewöhnliches Geschick, ein Rohling kann sehr schnell unbrauchbar werden.

Rohling auf Größe sägen und schleifen 

Ausstemmen für das Blei. Nur
2mm zuviel machen den Schläger
zu schwer und unspielbar

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3

Ausgiessen mit einer genauen
Menge Blei, die später das
Gewicht des Schlägers ausmacht

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4

Ausstemmen für das Schafshorn,
das den Schläger beim Aufprall
schützt

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5

Schafshorn zuschneiden, feilen und
mit Holznägeln und historischem
Kleber aus Pferdehufen befestigen.

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6

Verbindung des Kopf mit dem Schaft. Schaft auf die korrekte Stärke feilen. Und zuletzt ein guter Feinschliff.

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